Guy of the day: Keanu Reeves

Dem ein oder anderen jüngeren Kinobesucher wird Keanu Reeves eventuell schon nichts mehr sagen. Doch für mich war und ist er eine der wenigen, leisen Größen in Hollywood.



Entgegen vieler umtriebiger Kollegen, ist Keanu Reeves ein Mensch, der sein Privatleben schätzt und schützt. Man sieht ihn so gut wie nie auf Events, und wenn, dann nur, weil ein Promovertrag ihn dazu verpflichtet. Er spricht wenig, wirkt in Interviews schüchtern, fast ungelenk. Dafür erstrahlt er in einem äußerst sympathischen Licht der Bescheidenheit. Seine Kollegen und Kolleginnen schätzen ihn, jubeln ihn geradezu gen Himmel. Darunter Worte wie „… er ist so diszipliniert und arbeitet so hart an sich, wie sonst kein anderer.. „ (Charlize Theron) oder „… er ist ein komplett ehrlicher Kerl. Er sagt direkt was er denkt und was er will und genauso ist er zu allen anderen; fragt diese ständig, was er noch besser machen könnte...Das ist sehr, sehr selten in dem Business..“ (Sandra Bullock).



Man weiß sonst nicht viel über diesen Mann. Sein Privatleben unter Verschluss gehalten, werden seitens der Presse lediglich Vermutungen angestellt. Immer wieder werden ihm und Sandra Bullock eine Beziehung angedichtet. Angesichts der Chemie, die zwischen beiden herrscht, ist dies auch kein Wunder. Zusammen haben sie in „Speed“ und „Das Haus am See“ ein Traumpaar abgegeben – beide Male hätte man ihnen gewünscht, die Liebesgeschichte würde sich auch im realen Leben fortsetzen.

Neidisch?

Immer wieder machen sich Hollywood und Cineasten auf aller Welt über die Darstellungskünste Reeves lustig. Vor allem über seine Rolle in „Dracula“. Zu Unrecht, wie ich finde. Seine Darstellung in Filmen wie „Speed“ und „Sweet September“ belegen, dass der Mann zu weitaus mehr fähig ist, als man ihm zugesteht. Seine weniger flexible Mimik ist es, die immer wieder zur Sprache kommt. Jedoch gibt es genug andere Schauspieler mit ähnlicher „Problematik“, die man weit weniger dafür abstraft. Wie so oft vermute ich auch hier die wohl beliebteste Triebfeder für derlei Hetze: Neid. Keanu Reeves ist ein zweifelsfrei verdammt gut aussehender Mann. Wer zwei Mal hinsieht, wird in seinem Gesicht noch mehr erkennen: eine zarte Saite, eine gewisse Verletzbarkeit. Er ist sensibel und trotzdem ein echter Kerl. Und jetzt, wo er Mitte 50 ist, gewinnt er sogar noch an Attraktivität dazu. Seine Rollen sind nun deutlich härter (John Wick) und in Interviews wirkt er inzwischen auch wesentlich entspannter.



Ich hoffe auf jeden Fall, dass er sein Glück gefunden hat und gönne ihm seine Privatsphäre. Aber bitte, Keanu, hör bitte nicht auf uns mit guten Filmen zu versorgen!

2 Kommentare 2.6.17 11:42, kommentieren

Kabel Deutschland: Wenn die Leitung mal wieder tot ist

Seit ca. 10 Jahren bin ich nun mit meinem Festnetz-Internet-Anschluss bei Vodafone. Etwa 6 Jahre davon war ich eine höchst zufriedene Kundin – die Verbindung war perfekt und komplikationslos. Doch dann geschah etwas furchtbares: Kabel Deutschland und Vodafone wurden EINS.

Für Außenstehende möglicherweise ein Gewinn – für betroffene Kunden ein Desaster. Zumindest, wenn man sich – so wie ich – hatte überreden lassen, den Vertrag und die Leitung (ehemals über Vodafone) nun über Kabel Deutschland laufen zu lassen. Seit dem ist nichts mehr wie es war. Die friedvolle Win-Win-Situation mit meinem Router – Vergangenheit! Seit dieser Zeit habe ich unentwegt Störungen in der Leitung, Internetausfälle, Internet- und Telefonausfälle und immer wieder eine fast provokativ langsame Leitung. Auf der Website www.allestörungen.de findet man zu Hauf wütende Nutzer, die tagelang von jeder weltlichen Verbindung abgeschottet sind und schier verzweifeln. Eine dortige Statistik zeigt (je Kalenderwoche) die störanfälligsten Netzbetreiber – allein die letzten beiden Wochen zeigen Vodafone auf Platz 1 – wen wundert´s.



Gut 20 Prozent der Kundenhotline musste mich schon am Telefon gehabt haben. Und immer wurde sich bemüht und versucht zu helfen. Doch leider ändert dies nichts an der gruseligen Netzqualität, die offenbar über das „Kabel“ laufend stärkeren Schwankungen unterliegt. Geradezu verbrecherisch sind die angeblichen kbit/s, die Geschwindigkeit, die man als Kabel-Internetkunde erhalten soll. Lt. meinem Vertrag surfe ich mit 100.000 davon durchs Netz. Das dies nicht stimmen kann, zeigt der regelmäßige „Speedtest“, den man auf Vodafone machen kann.

Mit Kabel Deutschland – kein Notruf möglich

Alles in allem verliert Vodafone mit Kabel nicht nur massenweise Kunden. Betagtere Kunden mit einem Kabel Deutschland Festnetzanschluss müssen gar auf einen Hausnotruf verzichten. Der Hausnotruf dient als eine Art „Notknopf“, der von zumeist älteren Menschen am Arm befestigt betätigt werden kann, sollten diese hinfallen oder sich in einer anderen Situation befinden, in der sie sich selbst nicht mehr helfen können. Ist der Knopf einmal gedrückt, kommt entweder direkt ein Krankenwagen oder auch erst einmal eine benannte Person, die einen Schlüssel besitzt um nachzusehen.

Damit der Knopf einwandfrei funktioniert, muss im Haus der Person ein Gerät am Festnetzanschluss installiert werden. Selbstredend, dass der Festnetzanschluss zu 100 Prozent funktionieren muss, da sonst kein Notruf gesendet werden kann. Daher verwundert es wenig, dass die Anbieter der Hausnotrufe davor zurückschrecken, ein Gerät an einem Vodafone / Kabel-Festnetzanschluss zu installieren. Die Ausfälle sind zu hoch – die Gefahr, dass der Notruf im Zweifelsfalle nicht ankommt, zu groß.



Vertragsangebote über Störhotline

Wirklich bemerkenswert erscheint mir das unerschütterliche Selbstbewusstsein, mit dem die Mitarbeiter für technische Störungen am Telefon versuchen, neue Vertragsabschlüsse zu generieren. Und das, obwohl der zumeist aufgebrachte Kunde sicherlich gerade ganz andere Dinge im Sinn hat. Ich für meinen Teil habe natürlich bereits gekündigt – muss allerdings noch bis nächstes Jahr warten. Auch das wird mir sicherlich eine Lehre sein – kein Vertrag mehr auf 24 Monate.

2.6.17 09:05, kommentieren

Mit Erziehungsmaßnahmen den Terrorismus beenden

Aus aktuellem Anlass überschlägt sich die Presse mal wieder mit Berichterstattungen zum Terrorismus. Was in Manchester geschehen ist, ist leider kein Einzelfall mehr. Allein in diesem Jahr gab es schon 32 Terroranschläge zu verzeichnen. Derjenige, der die „Liste aller Terroranschläge“ auf Wikipedia pflegt, hat einiges zu tun.


Und als es gestern mal wieder eine Sondersendung nach der anderen zum Thema gab, ist mir etwas eingefallen. Es ist so simple und offensichtlich, dass es mich wundert, bislang noch niemanden öffentlich darüber reden gehört zu haben.

Negativem Verhalten keine Aufmerksamkeit widmen?

In der Erziehung von Kindern plagt man sich mit so einigen Ratschlägen anderer herum. Da gibt es gute, als auch auch weniger gute, radikale als auch sanfte Erziehungstipps. Nicht nur aus der eigenen Familie – jedes Jahr erscheint eine neue Schwemme an (nutzlosen?) neuen Erziehungsratgebern. Je höher die Bildung der Autoren, desto mehr ist man geneigt, ihnen zu glauben. Und auch ich war einer dieser Mütter, die sich anfangs an solchen Büchern orientiert hat.

Nach vielen Jahren Erfahrung jedoch zeigt sich recht deutlich, welche Erziehungsregeln sinnvoll und sogar wichtig sind, und was man getrost vergessen kann. Eine dieser sinnvollen Regeln ist es: Widme negativem Verhalten keine Aufmerksamkeit. Beginnen die Kinder zu schreien, zu zetern, jagt ein Wutanfall den nächsten? Man tut sich selbst und dem Kind den besten gefallen, in dem man der Situation so wenig Aufmerksamkeit wie nur möglich schenkt. Sie werden sehen, dass dieses Verhalten recht schnell zurück geht. Dagegen hilft es, positivem Verhalten eine besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, um die Kinder darin zu bestärken.

Natürlich ist dies manipulativ, und ich für meinen Teil habe es auch nicht immer und bei allem eingesetzt. Dennoch ist es ein probates Mittel, nicht nur in der Kindeserziehung. Auch bei Tiertrainern und Tierpsychologen ist dies ein sehr simples und gut wirksames Mittel, um schlechte Verhaltensweisen „auszutreiben“.

Doch was hat das alles mit Terrorismus zu tun? Wer nicht schon selbst drauf gekommen ist: Dies lässt sich zu einem gewissen Teil auch darauf anwenden. Wie?

Eine große Triebfeder für Attentäter ist mehr und mehr die mediale Aufmerksamkeit, die ihnen zu Teil wird, wenn sie einen Anschlag verüben. Denn das System ist immer das gleiche: Geschieht etwas schlimmes, berichtet die Presse. Geschieht etwas richtig schreckliches, überschlägt sich die Presse mit Berichten auf allen Kanälen. Geschieht jedoch etwas positives? Wenn man Glück hat, wird darüber in einem 200-Zeichen-Abschnitt am Rande einer Tageszeitung berichtet. Da müsste es schon Euros vom Himmel regnen, damit die Presse es als „sensationell“ genug einstuft, um darüber zu berichten. Ergo: Die Presse lebt von Negativnews und widmet diesen ihre gesamte Aufmerksamkeit. So wie wir auch. Die Medien haben uns gut erzogen, denn ehrlich gesagt erwarten wir in den Nachrichten genau das: Mord und Totschlag, Attentate, Raubüberfälle und – wenn alles gut läuft – vielleicht noch ein peinliches Statement eines Abgeordneten.

Eine besser Welt IST möglich

Und auch wenn dies fast zu einfach ist um es wahr werden zu lassen. Und auch wenn es nach verträumten Utopien klingt. Was wäre nur, wenn die Presse und wir den positiven Dingen in unserem Leben MEHR Aufmerksamkeit schenken würden, als den negativen? Was wäre, wenn die Rettung eines Kindes aus einer Grube mehr mediale Zuwendung erfahren würde, als der durchgedrehte Angestellte, der seinen Chef und dessen Sekretärin erstochen hat? Was wäre, wenn die Attentäter durch ihre negativen Handlungen keine oder kaum noch Aufmerksamkeit erhalten würden?
Ganz sicher müssten sich die potentiellen Attentäter einen anderen Weg suchen, wenn sie gehört werden wollten. Und da die Welt bis dahin darauf geeicht wäre, sich dem positivem mehr zuzuwenden, als dem negativen? Vielleicht würden die heutigen Terroristen statt mit Bomben, dann eher mit großen Partys, Einladungen und konstruktiven Gesprächen verhandeln. Vielleicht gäbe es eine völlig neue Sicht auf das Leben und dessen, was es einem jeden von uns wert sein sollte.
Vielleicht würde dies nicht nur die Terroristen verändern, sondern viele von uns.



Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn dieser Gedanke, wie ein Pflänzchen in jedem von uns heranwachsen und die Welt ein kleines Stückchen verändern könnte.

24.5.17 12:22, kommentieren

Warum die Pressefreiheit eingedämmt werden sollte

Mir ist vollkommen klar, dass diese Headline alleine, würde sie die Titelseite einer großen, deutschen Tageszeitung zieren, von der geistigen Elite Deutschlands noch – ohne den Rest überhaupt gelesen zu haben – verrissen würde! Wie kann es sein, ein solch hart erkämpftes Recht, ein Grundrecht in unserer Demokratie, eindämmen zu wollen?

Die Antwort ist so schmerzlich simpel als auch wahr: Um Nachahmungen zu verhindern.

Die Katze, die sich in den Schwanz beißt

Seit Jahren schon beobachte ich einen beunruhigenden „Nebeneffekt“ der weltweiten Presse. Je schlimmer die Schlagzeile (Attentat, Terroranschlag, Misshandlungen etc.) desto stärker werden diese medial ausgeschlachtet. Da gibt es minütliche Ticker, Sondersendungen im Radio als auch im TV. Je grauenvoller die Tat, desto länger dauert das Dauerfeuer der Medien an, und desto weniger kann man sich diesem entziehen.

Der Nebeneffekt ist hierbei nicht etwa, dass es nervt. Das tut es so und so. Nein. Je stärker die Einzelheiten solcher Taten in die weite Welt hinausdrängen, desto wahrscheinlicher ist es, dass es daraufhin andere Menschen nachmachen; sich inspiriert fühlen.

Das wohl populärste Beispiel: Der Amoklauf an der Columbine High School 1999

Der Amoklauf bekam, noch lange vor dem 11. September-Attentat, die bis dahin wohl größte, weltweite Aufmerksamkeit. Menschen aus aller Welt waren bestürzt über eine solch unfassbare Tat. Die jedoch damals noch unabsehbare Folge war, dass sich anhand der detaillierten Beschreibung des Amoklaufs Jugendliche in der ganzen Welt angesprochen fühlten, Nachahmungstäter, die nun endlich ein (aus ihrer Sicht) adäquates Ventil für ihre Probleme und einen gangbaren Weg gefunden hatten. Danach folgten alleine in Deutschland in den kommenden sechs Jahren 6 ähnliche Attentate an Schulen.



Dabei ist nicht nur die Tatsache, dass weltweit verbreitete Einzelheiten des Massakers schlummernden Attentätern auf der ganzen Welt überhaupt erst den Anstoß geben, das schlimmste.
Viele Täter genießen den medialen Hype um ihre Person. Auch wenn dieser mit Schrecken verbunden ist und absolut negativ geprägt – für den ein oder anderen ist dies der größte Anreiz dabei: einmal im Mittelpunkt der Medien zu stehen.

Ein medialer Teufelskreis

Das dies nicht nur eine Einzelmeinung ist, bestätigte im letzten Jahr unlängst eine amerikanische Studie . Direkt nach der Berichterstattung einer Tat, erhöhte sich das Risiko für weitere Vorfälle direkt danach um 22 Prozent.

Selbst Margaret Thatcher plädierte bereits 1985 dafür, Terroristen den „Sauerstoff der Publizität“ zu entziehen. Trotzdem wird das Thema (logischerweise) weitestgehend von den Medien gemieden – denn was für die Opfer ein Horror, ist für die Medien ein gefundenes und notwendiges Fressen. Ohne große Headlines, keine Leser. Ohne Leser, keine Existenz.

Gesetzlich reguliert?

Henning Ernst Müller, Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Regensburg schrieb hierzu 2012 einen hoch interessanten, jedoch wenig beachteten Artikel, in dem er dafür plädiert, unter bestimmten Umständen die mediale Berichterstattung gesetzlich zu verbieten. Zitat: „… Nicht erst seit "Winnenden" besteht weltweit unter Kriminologen und Kriminalpsychologen beinahe übereinstimmend die Annahme, dass solche Anschläge verknüpft sind mit dem Bestreben der Täter, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden…“.

Ich finde, es ist an der Zeit, dass die Medien, die am meisten von solchen Massakern profitieren, beginnen, Verantwortung zu übernehmen.

3 Kommentare 23.5.17 11:24, kommentieren

Wladimir Klitschko und seine Frau: Wenn Größe keine Rolle spielt

Während letzten Samstag die halbe Welt vor dem Fernseher saß und gebannt dem Boxkampf der beiden Schwergewichte Vladimir Klitschko und Anthony Joshua folgte, tat ich genau dies auch. Also fast. Denn ich saß in einem Hotelzimmer, zusammen mit meiner Familie, mit der ich unser alljährliches „Familienwochenende“ verbrachte, und googelte ein wenig nach den beiden Hauptakteuren, während im Hintergrund mein Vater, seine Frau und mein Freund den Kampf nervös kommentierten.

Und als Klitschko dem Herausforderer einen ordentlichen Schlag versetzt hatte und dieser ins Taumeln geriet, erblickte ich zum allerersten Mal ein Foto von Klitschko und seiner Frau.



Man muss dazu sagen, dass seine Frau Hayden Panettiere auf diesem Foto bereits sehr hohe Absätze trägt. (!)

Wie kann dies funktionieren?

Die Tatsache, dass eine 1,53 m große Frau auf einen 1,98 m Hünen trifft und sich beide ineinander verlieben, erweckte meine Aufmerksamkeit. Nicht nur, weil die beiden zusammen optisch eine Jahrmarktsattraktion abgeben. Für mich ergaben sich so viele Fragen, die es unbedingt zu beantworten galt.

So stellte ich mir vor, mit welchen Rückenproblemen die beiden wohl in wenigen Jahren zu kämpfen hatten. Während Hayden ihren Kopf stets nach oben recken und strecken muss und vermutlich mit einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich zu kämpfen hat, würde Vladimir im Brustwirbelbereich mit hartnäckigen Verspannungen rechnen müssen. Und wie wohl die Küche der beiden aussieht? Für Hayden müssten die Platten natürlich entsprechend niedrig gebaut sein, während Vladimir die Küchenplatten fast in Haydens Körpergröße angelegt haben müsste, um nicht dauerhaften Rückenschaden zu nehmen.



Ferner fände ich es interessant zu erfahren, wie wohl die psychologischen Hintergründe für eine solch extreme Partnerwahl sind. Bei Hayden könnte man einen besonders ausgeprägten „Beschützt werden“-Instinkt vermuten. Denn wenn man als Frau – auch als normal Große Frau – einen solchen Mann an seiner Seite wähnt, hat man keine Feinde mehr. Das ist natürlich ein wohliges und stolz machendes Gefühl.
Und Wladimirs Wahl? Ein extremer Beschützer-Instinkt scheint auch bei ihm eine Haupttriebfeder zu sein, wenngleich ich ihm nicht unterstellen möchte, dass nicht auch andere Gefühle im Spiel sind.
Dennoch scheinen hier Instinkte zu greifen, die bei normalen keine solche große Rolle spielen.

Wo die Liebe hinfällt

Bei genauerer Durchsicht der vielen Fotos lässt sich allerdings erkennen, dass hier echte Liebe im Spiel ist. Nicht nur, weil beide recht gelassen und natürlich wirken. Hayden entspricht erfrischender Weise nicht den sonst üblichen Promi-Sport-Model-Luder-Image. Sie verdient ihr eigenes Geld und hatte bereits lange vor dieser Liaison eine Karriere. Das rückt auch Vladimir in ein recht interessantes und charakter-festes Licht, was man sonst bei vielen Profisportlern vermisst.

Insofern wünsche ich den beiden eine noch langandauernde und glückliche Beziehung! Ein Hoch auf die Liebe!

1 Kommentar 2.5.17 12:49, kommentieren

Achtung BMW: Bitte Platz machen!



Letzte Woche passierte es wieder: Ein riesiges, schwarzes SUV-BMW-Monster kam mit deutlich mehr als den erlaubten 60 km/h Sachen von hinten auf mich zugerast. Vor mir fuhr eine Fahrschule, deutlich langsamer, was mich dazu bewegte, zu bremsen und ebenfalls in das Tempo des Vordermanns einzusteigen.
Dies jedoch zu tolerieren, war mein BMW-fahrender Hintermann (natürlich) nicht bereit. Also fuhr er mir bis auf wenige Zentimeter auf, ließ die Lichthupe nicht mehr los und gestikulierte wild aber eindeutig in meine Richtung.
Daraufhin deutete ich auf den Vordermann, was der gute aber nicht verstand, da er diesen nicht erkennen konnte (vermutlich war er zu sehr von seiner Großartigkeit geblendet). Als er mich daraufhin immer noch weiter nötigte, kurbelte ich wütend das Fenster hinunter und zeigt ihm den Mittelfinger.
Zugegeben – dies war nicht sonderlich einfallsreich. Aber es befriedigte mich maximal und der Fahrer ließ sich daraufhin dann auch zurückfallen. Immerhin.

Dies ist nicht die einzige und wird auch nicht die letzte Begegnung mit rüpelhaften und dreisten BMW-Fahrern gewesen sein. Seit über 20 Jahren fahre ich jetzt Auto und immer wieder ist es das gleiche: BMW-Fahrer scheinen wichtiger, als alle anderen Autofahrer zu sein.

Warum BMW-Fahrer wichtiger als alle anderen Autofahrer auf der Welt sind

Da stellt man sich doch die Frage, warum? Warum glaubt ausgerechnet die Gruppe der BMW-Fahrer, dem wäre so? Worauf basiert diese schräge Annahme?
Am Preis des Wagens kann es nicht liegen. Schließlich gibt es weitaus teurere und auch wertigere Autos, deren Fahrer dieses Lebensgefühl nicht auf der Straße ausleben (müssen). Beispielsweise kann ich mich nicht an einen einzigen Porsche-Fahrer erinnern, der mich irgendwann mal auf der Autobahn weggedrängelt hätte. Genauso wenig reihen sich Jaguar, Ferrari oder Tesla dazu. Aber auch Fahrer mit weniger exotischen Marken, wie z. B. Mercedes-Fahrer wirken deutlich entspannter und können mit ihrem fahrenden Vordermann co-existieren, ohne ihm oder ihr mit aller vorhandenen Aggressivität zu verdeutlichen, dass sie sofort zu weichen haben.



Ein kleine Studie aus USA zum Verhalten von Verkehrsteilnehmern hat bereits belegt, dass die soziale Klasse einen Einfluss auf das moralische Verhalten hat. Man beobachtete das Verhalten von ca. 150 Autofahrern an einem Zebrastreifen. Paul Piff, Leiter der Studie an der University of California, stellte fest, dass nur die großen Wägen auffällig wurden. Wörtlich fügte er hinzu: „BMW-Fahrer waren die schlimmsten“.



Eine weitere durchaus erheiternder Auswertung veröffentliche kürzlich RP-Online. Thema: Welche Autofahrer haben am häufigsten Sex? Wenig erstaunlich: BMW-Fahrer befinden sich auf Platz 1!

Diese und andere Indizien sprechen für folgende Annahme: Die Fahrer von hochpreisigen BMW-Fahrzeugen haben offenbar einen Überschuss an Testosteron. An und für sich ist dies nicht schändlich. Denn wo viel Testosteron ist, ist auch viel Überlebenswillen und Kampfbereitschaft. Zumal agieren Männer mit einem „Mehr“ davon deutlich aktiver, impulsiver. Sind eher Macher als passiver Zuschauer. Das Testosteron war es schließlich auch, was über weite Strecken unsere evolutionäre Entwicklung vorangetrieben hat. Das Männer hat furchtlos jagen und kämpfen lassen, und das darüber hinaus dafür gesorgt hat, dass über einen damit in Zusammenhang stehenden gesteigerten Sexualtrieb, unsere Art nicht ausstirbt. Also – alles im grünen Bereich.

Doch in unserer zivilisierten und glücklicherweise auch sozialisierten Welt ist das Testosteron nicht mehr ganz so sexy, wie einst. Dennoch gibt es sie immer noch – die klassischen Gewinnertypen, die Geschäftsmänner, die Machtmenschen. Das Problem ist nur, dass sie ihr vorhandenes Testosteron nicht mehr wie einst auf der Steppe jagend, ausleben können. Ihr Potential beschränkt sich zumeist auf Sport, wechselnde Sexualpartnerinnen und riskante Geschäfte. Und da erstaunt es wenig, dass sie ihren Trieben beim Autofahren freien Lauf lassen wollen. Da, wo selbst der kleine Mann am Fließband laut die Sau raus lässt, und Frauen mit erhobenem Zeigefinger moralische Gesten schwingen.



Aber bei allen wissenschaftlichen und menschlichen Erklärungsversuchen bleibt am Ende dennoch Unverständnis. Unverständnis darüber, warum die (meisten) Fahrer von 70.000 Euro BMWs so viel Arschlochpotential besitzen.

19.4.17 11:52, kommentieren