Immobilienmarkt in München: Jetzt auch für Geringverdiener möglich!

Na, schon mal versucht, in München eine 2- oder 3-Zimmer-Wohnung bis 300.000 Euro zu kaufen? Nein? Dann kann ich gerne folgenden Tipp geben: Lassen Sie es! Es gibt sie nicht, die „tollen Schnäppchen“, die einmaligen Angebote, den „dummen“ Verkäufer, der die Wohnung viel zu günstig hergibt.

Wenn man nicht bereit ist, noch mindestens 200.000 Euro draufzulegen, ist die Suche einfach nur Zeitverschwendung.Ich habe letztens darüber nachgedacht, wie abwegig die Preisentwicklung inzwischen ist. 500.000 Euro für eine 2-Zimmer-Wohnung? Wer kann sich das leisten? Selbst wenn zwei Vollverdiener darin wohnen, würden sie – ohne vorgezogenes Erbe oder sonstige finanzielle Unterstützung – das Objekt vermutlich bis an ihr Lebensende abbezahlen müssen.

Außer natürlich, man gehört zu der inzwischen in München sehr etablierten Schicht der Vielverdiener. Dann kauft man so etwas, oder mietet es sogar für 1.600 Euro kalt und erfreut sich an der Nähe zum trendigen Schwabing.Ich für meinen Teil habe auf jeden Fall beschlossen, München zu verlassen, sobald mein Vermieter unser Haus dämmt. Und das wird Ende 2017 der Fall sein. Dann erhöht sich unsere Miete auf das Doppelte, da Vermieter ihre Dämmkosten mit 10% pro Jahr auf die Mieter umlegen dürfen.

Aber vielleicht ist meine Sichtweise auch zu negativ. Vielleicht muss man ja nur lange genug suchen, um sein Traum von einem Eigenheim zu finden…



Objekt: "Rustikales Juwel direkt am Wasser""(12 qm Wohnraum, 32 qm Nutzfläche, keine Unterkellerung, kein Wasser- und kein Stromanschluss, Naturtoilette, 35 km westlich von München, Zustand: benötigt irgendwann mal einen Anstrich, Preis: 298.000 €)

Das 1942 erbaute Schmuckstück im Münchner Westen liegt direkt an dem entzückenden Flüsschen "Glonn" und wurde einst von einem 102-jährigen Kriegsveteranen namens Hubert bewohnt. Das geschmackvoll eingerichtete Häuschen ist nur wenige Gehstunden von der nächsten Bushaltestelle entfernt. In nur 2 Std. mit den öffentlichen Verkehrtsmitteln, 1 Stunde mit dem Auto und sagenhafte 3 - 5 Std. mit dem Fahrrad haben sie bereits die Münchner Innenstadt erreicht.



Objekt: "Für Abenteurer mit Interesse für Geschichte"(85 qm, 0 qm Nutzfläche, Keller nur unter Lebensgefahr betretbar, Toilette im Keller, Obergrießbach bei München, Zustand: normal (für Münchner-Umkeis-Verhältnisse), Preis: 320.000 €)

Dieses im Jahre 1930 mediterran erbaute Stadthaus hat einen ganz besonderen, historischen Charme. Es ist das einzige Gebäude im Umkreis von 40 km, welches nach der Bombardierung der Alliierten noch stehen blieb. In den letzten Jahren wurden immer wieder Bomben entdeckt und entschärft. 2012 beschloss die Gemeinde Obergrießbach aus Kostengründen die Suche nach weiteren potentiellen Bomben aus dem zweiten Weltkrieg einzustellen. Das Wohnen in diesem außergewöhnlichen und einzigartigen Haus geschieht auf eigene Gefahr und ist ganz besonders für abenteuerlustige Menschen ein absolutes Highlight.




Objekt: "Luxuriöses Penthouse im Herzen Truderings"(41 qm Wohnraum, 2 qm Nutzfläche, natürlicher Wasseranschluss (Regen), Naturtoilette (Dachterasse), im schönsten Münchner Osten, Zustand: konstruktionsbedingt schwankend, Preis: 395.000 €)

Dieser eigenwillige jedoch mit viel Fantasie durchaus als „trendig“ zu bezeichnende Kunstbau eines thailändischen Einwanderers besticht durch unzählige Bauelemente aus dem asiatischen Kulturkreis. Das nur auf zwei Stelzen mit dem Unterbau verbundene Kunstbauwerk, ermöglichte bislang 8 Familienmitgliedern darin zu wohnen. Die Palettenbauweise gibt jeder Person genug Platz (ca. 1,2 m/Person) zur individuellen Entfaltung. Da sich das Objekt auf einem anderen Objekt befindet, müssen monatlich ca. 1.400 € Miete mit eingerechnet werden.





Günstiges Objekt direkt in (!) München: "Kleines Häuschen im Grünen"(12 qcm, ca. 20 qcm Nutzfläche, Naturtoilette, direkt in dem schönen Stadbezirk Obermenzing, Zustand: geh(oben); Preis: 242.000 € zzgl. Garagenstellplatz mit 120.000 € und einer monatl. Baummiete von momentan kalt 1.200 € )

Unter dem Motto "Klein aber mein" läuft dieses großzügige Häuschen und besticht durch seine natürliche Bauweise und dem besonders ausgeklügelten Einstieg. Das ca. 10 Jahre alte Heim für unzählige Vögel und Elfen steht ab sofort zum Verkauf. Insbesondere etwas kleiner gebaute Personen finden hier ein wohliges, neues und exklusives Zuhause, direkt in München! Es lohnt kaum zu erwähnen, dass dieses Angebot einmalig und - für München - extrem preiswert ist!

14.3.17 11:32, kommentieren

Warum Chris Martin vermutlich nicht alt wird

Als ich im letzten Winter das Coldplay-Album „A Head Full of Dreams“ geschenkt bekam, und mit großer Freunde und klopfenden Herzen den abermals genialen Songs lauschte, überkam mich plötzlich eine tiefe Traurigkeit. Die sanfte und dennoch kräftige Stimme vom Sänger und Bandleader Chris Martin erreichte mich plötzlich auf einer seltsamen Ebene. Irgendwie hatte ich plötzlich das erschütternde Gefühl, Chris Martin würde nicht alt werden.





Als ich dies meinem Freund mitteilte, schüttelte er ungläubig den Kopf. Was sollte er auch tun, angesichts dieser haltlosen Prophezeiung. Schließlich war es nur eine Sekunde lang, ein kurzes und intensives Gefühl, welches keinerlei Bedeutung haben müsste.Doch ließ mich dieses Gefühl nicht los. Jedes Mal, wenn ich erneut einen Song aus dem Album hörte, liefen mir fast die Tränen. Daraufhin hatte ich beschlossen, vorerst auf den Genuss von Coldplay zu verzichten, in der Hoffnung, dieses gespenstische Gefühl ließe irgendwann nach. Nun, gut 11 Monate später, hörte ich mal wieder in das Album rein, während ich nebenbei an einer Geschichte schrieb, und erneut traf mich unverhofft ein Gefühl von Abschied. Ich musste erst einmal tief durchatmen, bevor ich endgültig beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.





Nach längerem Reflektieren der Wahrnehmung fiel mir wieder ein, dass ich mit ca. 12 Jahren ein ähnliches Gefühl bei Michael Jackson hatte. Ich hatte damals, ohne darüber groß nachgedacht zu haben, gesagt, dass Michael Jackson sicher nicht alt würde. Als er tatsächlich mit Anfang 50 starb, fiel es mir wieder ein. In einem Telefonat mit meiner Mutter sprach sie mich sogar darauf an. Selbst sie erinnerte sich an meine jugendliche Aussage.Vielleicht war es einfach nur ein Zufall.


Tatsache ist aber, dass ich mir einbilde zu wissen, dass Chris Martin ebenfalls nicht alt wird. Gefühlt würde ich sagen, liegt es an der ungewöhnlichen Mixtur seiner Person. Er scheint reich an menschlichen Qualitäten, sehr sympathisch und humorvoll. Ein netter Typ von Nebenan. Und dann gibt es da noch diese ungeheuerliche schöpferische Kraft. Seine Songs sind nicht nur geniale Kompositionen. Sie sind so stimmig arrangiert, und mit solch einem Feingespür abgestimmt, dass ich schon Stunden damit verbracht habe, die einzelnen Bausteine der Perfektion zu analysieren. Doch zu alledem hat ihn Gott auch noch mit einer Stimme beschenkt, die weltweit einmalig ist! Eine sanfte, warme und dennoch kraftvolle Stimme. Zusammen ergibt dies für mich eine Kombination, die einen – wenn man sich darauf einlässt, und die Musik laut über Kopfhörer hört – fast wahnsinnig werden lassen könnte. Wahnsinnig vor Vollkommenheit!


Auf den Punkt gebracht würde ich sagen: Dieser Mann ist zu gut, um wahr zu sein.


Und das ist es auch schon, was mich stutzig macht. Denn mehr als einmal habe ich erlebt, wie Menschen, die besonders gut in etwas waren, die eine besondere Stärke besaßen und heller leuchteten als andere, früher gehen mussten. Fast so, als ob sie wo anders dringender gebraucht würden.


Ich hoffe, bei Gott, ich liege falsch und Chris hat noch ein wunderbares und langes Leben vor sich. Und ich hoffe, er wird diese Welt noch lange mit seiner genialen Musik verzaubern.

2 Kommentare 4.12.16 20:34, kommentieren

Fifty Shades of Grey: SM für Arme

Also gut – nachdem mir ungefähr fünf Leute in meinem Bekanntenkreis und weitere zwei oder drei aus dem entfernteren Bekannten- und Kollegenkreis vom Bestseller „Fifty Shades of Grey“ erzählten (natürlich nicht ohne leicht errötete Wangen), ließ ich mich just gestern - zumindest auf die filmische - Fassung ein, da es diese gerade bei Amazon prime zu sehen gab.




Ab jetzt empfehle ich wirklich jedem, der den Film noch nicht gesehen hat und dies noch tun will, weiter zu klicken. Denn ab jetzt werde ich einzelne Szenen komplett auseinandernehmen, was dem noch neugierigen, potentiellen Betrachter dann vermutlich den „Spaß“ verdirbt. Oder, er sollte es gerade deshalb lesen, um den Film mit den unabsichtlich witzigen Details besser verstehen zu können.

Auf jeden Fall fällt der nächste Absatz definitiv unter SPOILERALARM.

Um es gleich vorweg zu sagen – die Hauptkritik richtet sich an die völlig unrealistische Umsetzung eines gar nicht mal so uninteressanten Themas. Ich weiß nicht, ob es im Buch dramaturgisch ebenso geschrieben steht oder ob es an der filmischen Umsetzung liegt. Ich beziehe jedenfalls meine Kritik auf den Film, da ich nur diesen kenne.

Fangen wir also mit einer kurzen Zusammenfassung an:Die Story beginnt mit der jungen Literaturstudentin, die im Rahmen eines Interviews für die Uni den erfolgreichen jedoch beziehungsgestörten Milliardär kennenlernt. Er sieht in ihr etwas Besonderes, läuft ihr hinterher, macht ihr Geschenke, öffnet sich ihr, verschließt sich wieder. Schließlich gesteht er ihr seine SM-Leidenschaft und drängt sie zu einem Vertrag, in dem er nahezu alles machen darf, was er will. In den nicht sexuellen Bereichen will er jedoch zuerst keinen weiteren Kontakt. Später jedoch, will er ihn dann doch (ein wenig), was die Studentin mehr und mehr in ein Hin und Her der Gefühle treibt. Am Ende bittet sie ihn unter Tränen, er solle sie so fest bestrafen, wie es nur geht, damit sie ihn und seine Hintergründe besser versteht. Danach ist sie so geschockt, dass sie ihn verlässt. Die letzte Szene zeigt, wie sie schnell in den Aufzug springt.Ende.

SM für Warmduscher

Ok. Zugegeben. Ich selbst besitze diese Neigung nicht, kannte jedoch ein Pärchen, was in einer solchen Beziehung lebte. Und sie (Lydia) erzählte mir damals in aller Einzelheit, wie diese Beziehung ablief.Das macht mich sicher nicht zum Experten – aber zumindest zu einer Person, die nicht völlig ahnungslos ist.

Zuerst einmal: Das, was dieser Film thematisiert ist alles andere als SM. Es ist eine „SM-Möchtegern-Light-Show“ für das prüde Amerika.

Die Hauptfigur (Christian Grey) agiert durchgehend wie ein liebeskranker Teenager. Ständig sagt er vermeindlich toughe Sprüche („Ich schlafe nicht mit jemandem in einem Bett. Ich fi…e ihn nur“), schläft dann aber doch nahezu jede Nacht neben ihr! Zu allem Übel, gesteht die Anfang 20-jährige ihm auch noch, dass sie Jungfrau wäre, was ihn abermals dazu veranlasst, dann doch liebevoll mit ihr zu nächtigen. Dass die zwei – nach der Entjungferung – noch stundenlang weiteren Sex haben, ist ebenfalls so eine Sache. Ich weiß ja nicht, wie das Filmteam seine Entjungferung empfunden hat, aber ich hätte danach nicht noch einfach so weiter machen können. Aber, mei. Vielleicht bin ich auch einfach nur ein weinerlicher Einzelfall.




Ferner läuft der (dominante) Christian der kleinen Studentin den gesamten Film hinterher, was mich schon sehr erstaunt hat.

Ein weiterer interessanter Nebenpunkt: Christian Grey, der Besitzer eines gigantischen Konzerns, Milliardär und vielbeschäftigter Geschäftsmann, hat in diesem Film alle Zeit der Welt. Jedes Wochenende verbringt er komplett mit der Studentin in seinem Appartement. Und wenn er gerade keine Zeit mit ihr verbringt, denkt er über sie nach oder beschenkt sie. Ähm.. ja.

Und dann immer diese Nacktszenen: Ganz ehrlich? Wenn zwei Darsteller in einem Film gefühlte 10 x ihr Shirt ausziehen und man ihre Muckibude aufgepumpten bzw. durch Salat und Sport dünn gehaltenen Oberkörper wieder und wieder und wieder sieht, vergeht es einem gründlich. Nach gut 50 Minuten hätte ich alles dafür getan, eine vollschlanke, großbusige Dirne mit einem betrunkenen Clochard beim Sex auf der Toilette sehen zu dürfen. Man bekam richtig Lust auf etwas "herzhaftes". Alles, nur nicht noch einmal die flachen Brüste von der jungen Studentin und der schon fast aufdringlich in Szene gesetzte, Muskel bepackte Oberkörper des wenig charismatischen Darstellers!



Doch, was mir wirklich fast die Socken ausgezogen hat (vor Lachen) war, als die Studentin ihn darum bittet, sie so hart wie es nur geht, zu bestrafen (körperlich), um ihn besser zu verstehen. Schon allein diese Tat ist jetzt nicht wirklich nachvollziehbar. Denn wenn ich Angst vor einer SM-Beziehung und vor der Bestrafung habe, würde ich wirklich die härteste Bestrafung wählen, um mal.. einen kleinen Blick in die Szenerie werfen zu können?

Nach dieser Bitte wechselt die Szene und man darf die beiden (wieder mal) ohne Shirt in seinem kleinen, privaten SM-Raum beobachten. In diesem Moment schlug mein Herz in der Tat gut 20 Schläge mehr in der Minute, da ich nun dachte: „Oh mann, was wird er wohl jetzt alles zücken, um ihr mal zu zeigen, was ein Körper so alles aushalten kann! Oh nein!! Hoffentlich hält sie das aus!!“. Ich hatte schon richtig Sorge um die Darstellerin und ihre eh schon wenig aufreizende Oberweite. Doch was geschah? Was machte er?? Von all den Folterinstrumenten in diesem Raum, nimmt er ausgerechnet einen Gürtel… und schlägt.. – halte sich fest wer kann – 6 x auf ihren Popo.

Uhhhhh! Wir grausam!!

Richtig gehend enttäuscht über diese fast lächerliche Bestrafung (den Klaps auf den Hintern gibt’s doch jetzt wirklich schon fast in jeder normal sexuellen Beziehung), machte ich eine kurze Pause. Denn alles was danach kommen würde, dachte ich bei mir, würde vermutlich noch alberner werden. Und ja, es wurde noch alberner.

Denn die „gute Ute“ (Studentin) weinte bitterlich, angesichts der „rohen“ Gewalt und beschloss, sich von ihm zu trennen. Und er, der stolze, überhebliche, dominante, super erfolgreiche Businessman und Milliardär Christian Grey, lief ihr abermals hinterher. Entschuldigte sich sogar.



Unabhängig davon, dass mir keine SM-Beziehung bekannt wäre, die in der Realität SO abgelaufen wäre, fand ich den schon fast kranken Versuch, den Darsteller zum normalen Sex „umpolen“ zu wollen, am schlimmsten. Denn darauf läuft es ja offenbar hinaus.

Die arglose und (fast) noch jungfräuliche Studentin soll den beziehungsgestörten Sadisten zügeln und zu einem beziehungsfähigen, liebenden Normalo wandeln. Das läuft für mich unter der Kategorie: Homosexualität wäre mit einer Psychotherapie heilbar. Oder Pädophile könnte man mittels therapeutischer Maßnahmen zur erwachsenen Sexualität überreden.

Das ist vollkommen daneben und wissenschaftlich längst wiederlegt.Wenn jemand auf SM steht, in solch einem Maße, wie im Film beschrieben, dann kann man diese Neigung nicht mehr wegzaubern. Sie ist einfach da und wird sich, wenn überhaupt, eher noch weiterentwickeln. Denn um eine SM-Beziehung wirklich leben zu können, ist einiges an Kreativität von Nöten. Und wo kreative Gedanken, da auch Entwicklung.

Kurzum: Der Film hätte ein spannendes, mitreißendes Drama werden können. Doch so ist es eine amerikanische Belehrung darüber geworden, wie man sexuelle Extreme zurück in die Normalität führt. Hübsch verpackt, sicherlich, aber umso weniger attraktiv. Leider.

2 Kommentare 11.12.16 22:05, kommentieren

Noteninflation: Aber auch nur in Berlin

Vor ein paar Tagen erreichte auch mich die unfassbare Nachricht darüber, dass der Deutsche Lehrerverband beklagte, dass es "zu viele " 1,0er Abi´s gäbe. Allein in Berlin hätte sich das NC-Abi vervierzehnfacht.



Die vollkommen irrsinnige Konsequenz: Man soll das Niveau weiter anheben.

Ich glaube kaum, dass der Verbandschef irgendeine Ahnung davon hat, wie hart die Anforderungen im Gymnasium inzwischen sind. Vor allem hier in Bayern. Ich selbst habe das Gymnasium besucht und empfand es schon damals als eine Tortur. Aber das, was aktuell meine Tochter auf dem Gymnasium (München, 5. Klasse) durchmacht, ist an Leistungsdruck kaum noch zu überbieten. Gerad in Englisch wird so schnell vorangeschritten, dass die Kinder keine (!) Chance haben, den Lernstoff zu verinnerlichen.


Dies ist, angesichts der durchschnittlichen Klassengröße von 33 Kindern, ein probates Mittel, um einen nicht unerheblichen Prozentsatz an Kindern binnen des ersten Schuljahres auszusieben.




Das bayerische Gymnasium ist nur für diejenigen Kinder schaffbar, die bereits früh einen großen Lerneifer, Selbstdisziplin und absoluten Erfolgswillen mitbringen. Mit Intelligenz oder gar Begabung hat dies wenig zu tun. Meines Erachtens kann auch das dümmste Kind mit den genannten Eigenschaften das Schulsystem erfolgreich durchlaufen.

Kein NC - Kein Studium

Das die Tendenz zu mehr 1,0 Abiturzeugnissen besteht, ist nur eine logische Folge der durch G8 und der PISA-Studie verschärften Bedingungen, unter denen die Schüler aktuell leiden müssen. Die Eltern haben sich bereits darauf eingestellt. Bezahlen Unsummen an Nachhilfestunden, privaten Lehrern und Abi-Intensivierungsworkshops. Warum? Ohne einen NC sind ein Großteil besonders beliebter Studiengänge nicht mehr erreichbar.
Dies setzt die Kinder / Jugendlichen und deren Eltern entsprechend unter Druck, was viele Schüler dazu bewegt, ihre gesamte Freizeit in Vorbereitungszeiten für die Schule zu investieren. Dies spiegelt sich natürlich auch in den Noten wieder.

Das dies nun als Manko beklagt wird, zeigt nur, wie absurd und beliebig die Bewertung der schulischen Leistungen der Schüler ist.
Hieß es noch vor wenigen Jahren, anhand der schlechten Noten stände Deutschland im europäischen Vergleich schlecht da, sind es nun die zu guten Noten, die kritisiert werden.

Hintergrund der Diskussion ist natürlich nicht das fehlende Leistungsniveau. Vielmehr stecken die hiesigen Universitäten und Hochschulen in einem Dilemma: Zu wenig Platz für zu viele Studenten. Und da es viel zu kostenintensiv wäre, im großen Stil mehr Studienplätze anzubieten, schraubt man eben mal das Leistungsniveau hoch.

NC statt Klasse

Das Problem mit dem NC: Dieser sagt nichts über die persönliche Qualifikation für einen bestimmten Studiengang aus. Er besagt nur, dass der Studienzugang Leuten gewährt wird, die einen großen Leistungswillen mitbringen. Doch genügt das? Und führt es am Ende nicht zu einer qualitativen Verschlechterung der Berufsbilder?

Einheitlich, aber nicht schwerer

Viel sinnvoller wäre letztlich eine Angleichung der Schulsysteme. Gleiche Chancen für alle! Und keine Bildung von Eliten, die es eh schon zu Genüge in unserem Lande gibt.

13.12.16 20:32, kommentieren

Diabetes-Comics: Lustiges aus der Forschung

Anbei ein paar Comics zum Schmunzeln. Diese habe ich vor einiger Zeit gemacht, als ich die ersten, tieferen Einblicke in das Thema "Diabetesforschung" erhielt.








14.12.16 12:37, kommentieren

Guy of the day: Sam Claflin

Nach langer Zeit folgt in dieser Kategorie endlich mal wieder ein Eintrag. Endlich hat es ein weitere Mann in der Filmszene geschafft, meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Sam Claflin.






Sam Claflin erweckte meine Aufmerksamkeit, als Darsteller des querschnittsgelähmten Will Traynor, der in dem Film "Ein ganzes halbes Jahr" zusammen mit Emilia Clarke die Welt verzauberte. Zweifelsohne kann sich dieser Film in die Annalen der Liebesfilmgeschichte ganz oben einreihen.


Dies liegt nicht zuletzt an der erfrischend intensiven Darstellung der beiden Jungdarsteller. Jedoch insbesondere der von Sam Claflin, einem 30-jährigen Briten, den man bis vor Kurzem noch nicht auf dem Schirm hatte.


Doch fernab seines schauspielerischen Könnens, lässt er durch seine bescheidene und dennoch sehr charmante Art ganz sicher unzählige Frauenherzen höher schlagen. Und so auch meines.





Leider ist der sexy UK-Export bereits verheiratet - natürlich mit einer bildhübschen Schauspielerin.
Aber ich gönne es ihm und werde zukünftig genauer hinsehen, wenn ein neuer Film mit ihm veröffentlicht wird!

11.12.16 23:49, kommentieren