Guy of the day: Keanu Reeves

Dem ein oder anderen jüngeren Kinobesucher wird Keanu Reeves eventuell schon nichts mehr sagen. Doch für mich war und ist er eine der wenigen, leisen Größen in Hollywood.



Entgegen vieler umtriebiger Kollegen, ist Keanu Reeves ein Mensch, der sein Privatleben schätzt und schützt. Man sieht ihn so gut wie nie auf Events, und wenn, dann nur, weil ein Promovertrag ihn dazu verpflichtet. Er spricht wenig, wirkt in Interviews schüchtern, fast ungelenk. Dafür erstrahlt er in einem äußerst sympathischen Licht der Bescheidenheit. Seine Kollegen und Kolleginnen schätzen ihn, jubeln ihn geradezu gen Himmel. Darunter Worte wie „… er ist so diszipliniert und arbeitet so hart an sich, wie sonst kein anderer.. „ (Charlize Theron) oder „… er ist ein komplett ehrlicher Kerl. Er sagt direkt was er denkt und was er will und genauso ist er zu allen anderen; fragt diese ständig, was er noch besser machen könnte...Das ist sehr, sehr selten in dem Business..“ (Sandra Bullock).



Man weiß sonst nicht viel über diesen Mann. Sein Privatleben unter Verschluss gehalten, werden seitens der Presse lediglich Vermutungen angestellt. Immer wieder werden ihm und Sandra Bullock eine Beziehung angedichtet. Angesichts der Chemie, die zwischen beiden herrscht, ist dies auch kein Wunder. Zusammen haben sie in „Speed“ und „Das Haus am See“ ein Traumpaar abgegeben – beide Male hätte man ihnen gewünscht, die Liebesgeschichte würde sich auch im realen Leben fortsetzen.

Neidisch?

Immer wieder machen sich Hollywood und Cineasten auf aller Welt über die Darstellungskünste Reeves lustig. Vor allem über seine Rolle in „Dracula“. Zu Unrecht, wie ich finde. Seine Darstellung in Filmen wie „Speed“ und „Sweet September“ belegen, dass der Mann zu weitaus mehr fähig ist, als man ihm zugesteht. Seine weniger flexible Mimik ist es, die immer wieder zur Sprache kommt. Jedoch gibt es genug andere Schauspieler mit ähnlicher „Problematik“, die man weit weniger dafür abstraft. Wie so oft vermute ich auch hier die wohl beliebteste Triebfeder für derlei Hetze: Neid. Keanu Reeves ist ein zweifelsfrei verdammt gut aussehender Mann. Wer zwei Mal hinsieht, wird in seinem Gesicht noch mehr erkennen: eine zarte Saite, eine gewisse Verletzbarkeit. Er ist sensibel und trotzdem ein echter Kerl. Und jetzt, wo er Mitte 50 ist, gewinnt er sogar noch an Attraktivität dazu. Seine Rollen sind nun deutlich härter (John Wick) und in Interviews wirkt er inzwischen auch wesentlich entspannter.



Ich hoffe auf jeden Fall, dass er sein Glück gefunden hat und gönne ihm seine Privatsphäre. Aber bitte, Keanu, hör bitte nicht auf uns mit guten Filmen zu versorgen!

2.6.17 11:42

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mirco / Website (5.6.17 07:13)
Hi Joslin,

den mag ich auch.
Am besten fand ich "Im Auftrag des Teufels", wobei "Speed" natürlich sein Paradestück war. Diese Rolle war ihm auf dem Leib geschneidert.

Schöner und interessanter Eintrag zu einem großartigen Schauspieler.

Viele Grüße aus Ningbo


Joslin / Website (7.6.17 22:10)
Danke Dir :-)

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen